Buchvorstellung: John L. Parker – Once a Runner

John L. Parkers ‚Once a Runner’/’Cassidys Lauf‘ ist ein Kultbuch in der Läuferszene, besonders in Amerika.
Die Frage ist: Muss man Kultbücher lesen oder macht alleine das Gerede um ein Buch den Kult daraus?

Once a Runner handelt vom Studenten Quenton Cassidy, dessen Traum es ist, einmal im Leben die Meile unter 4 Minuten zu laufen. Das Buch beschreibt den Alltag eines Läufers, der eher nebenbei Student ist; die Entbehrungen, Qualen, aber vor allem die Leidenschaft. Cassidy fliegt von der Uni, verlässt seine Freundin und trainiert in weiterer Folge abgeschieden unter Anleitung von Olympiasieger Bruce Denton, um das eine Ziel zu erreichen.

Das schöne an diesem Buch ist, dass es wirklich die Gefühlswelt eines passionierten Läufers vermittelt. Ein kurzes Beispiel: Cassidy und ein Freund trainieren bereits am frühen Morgen 27 km, weil sie am Nachmittag zu einer Feier eingeladen sind und diese nur so genießen können – mit dem Wissen das Training bereits absolviert zu haben.
Auch die Berichte von Wettkämpfen sind sehr spannend erzählt! Etwas langatmig sind die Erzählungen und Streiche der Universität, das ist zwar ganz unterhaltsam, wäre aber auch gekürzt ok. Es mag aber sein, dass genau das den Nerv der Amerikaner trifft.

Wie das Buch im Endeffekt ausgeht muss jeder selbst herausfinden. Es ist jedenfalls eine klare Empfehlung für alle Läufer und Sportler die einmal im Leben mit Herz für ein Ziel trainiert haben.
Fazit: Nicht grundlos ein Kultbuch!