Suunto 9 Peak Testbericht

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Eine Sportuhr, die aussieht wie eine modische Lifestyle Uhr, aber dennoch alle Funktionen mitbringt, die ein Läufer braucht.
Wir haben und hatten das vorige Modell von Suunto, die ‘normale’ Suunto 9, bei uns im Test. Diese erschien bereits 2018. Sie konnte auf allen Linien überzeugen. Der finnische Hersteller ist speziell für eine Top Hardware bekannt. Was die Software betrifft, hat sich nicht allzu viel geändert, die Hardware allerdings hat ein großes Update bekommen.
Wesentlich eleganter, dünner und leichter ist das Peak Modell, was speziell zarte Hände und Frauen freuen dürfte. Man hat im Gegensatz zu vielen anderen hochfunktionellen Sportuhren eben nicht das Gefühl eine solche zu tragen.
Im Gegensatz zum Vorgängermodell oder der Suunto 9 Baro ist die 9 Peak um fast 30 Gramm leichter. Sie wiegt nur 52 Gramm und weist eine Höhe von 10,6 mm auf (Modell Baro: 16,8 mm !)

2 Varianten

Die Suunto 9 Peak ist entweder als ‘günstiges’ (davon kann man in dem Preissegment eigentlich nicht sprechen) Modell mit einer Lünette aus Edelstahl erhältlich oder als Titanium-Modell. Das Armband ist aus Silikon.
Das Glas ist aus Saphir und extrem robust. Kurz irgendwo anschlagen? Keine Spur von einem Kratzer. Das Display selbst ist 1,69 Zoll groß, die Auflösung liegt bei 240×240 Pixel.
Die Steuerung erfolgt entweder per Touchscreen oder mittels der 3 Tasten rechts.

Akku Laufzeit

Die Suunto 9 Peak punktet mit einer Laufzeit von 25 Stunden im genauesten Modus und 170 Stunden bei geringster Genauigkeit. Das Laden selbst geht extrem schnell per magnetischem Ladegerät. In einer knappen Stunde ist die Uhr voll aufgeladen.

Was ist noch neu?

Mit der Suunto 9 Peak lässt sich nun auch die Sauerstoffsättigung im Blut (‘SpO2) messen. Das passiert allerdings nicht automatisch, sondern nur manuell. Spannend ist das am ehesten, wenn man Touren in große Höhen plant, beispielsweise auf einer Hütte auf 2.500 m übernachtet und wissen möchte, ob sich der Körper schon entsprechend angepasst hat.

Grundfunktionen

In dieser Preisklasse sind natürlich etliche Sportmodi vorinstalliert (mehr als 80), die per Suunto App angepasst werden können. Das funktioniert einfach, schnell und zuverlässig. Zudem ist ein Activity- und Schlaf-Tracker installiert, der, sofern man die Uhr nachts trägt, Rückmeldung zur Trainingsbelastung und der aktuellen maximalen Sauerstoffaufnahme (VO2max) gibt.
Die Navigation ist nach wie vor leider nur eine Breadcrumb Navigation und keine mit Karten, wie es zum Beispiel die Konkurrenten Garmin oder Coros schon länger anbieten. Das ist schade und hier wird Suunto bald nachziehen müssen, wenn man konkurrenzfähig bleiben will.

Neu: Snap to Route Funktion

Weicht man unterwegs kurz von einer Route ab oder ist der GPS Empfang sehr schlecht, bekommt man dennoch eine genaue Aufzeichnung – sofern die Route im Vorhinein auf der Uhr gespeichert wurde. Was ist der Sinn dahinter? Ist man beispielsweise bei einem Trail über 50 Kilometer am Start und hat 3 Kilometer davon keinen ordentlichen Empfang, weiß man nach diesem Empfangsloch trotzdem ganz exakt, an welchem offiziellen Kilometer der Strecke man sich im Moment befindet.

Messgenauigkeit GPS

Bei einem Testlauf mit 3 verschiedenen Uhren ergaben sich nur minimale Abweichungen. Auf einem Trail von 15 Kilometern gab es Unterschiede von 30 Metern.

Herzfrequenzmessung am Handgelenk

Diese ist nach wie vor zu vernachlässigen. Wer eine zuverlässige Messung will, benötigt nach wie vor einen Brustgurt. Das ist aber – das muss fairerweise erwähnt werden – nicht nur bei Suunto der Fall. Je knochiger ein Handgelenk ist, desto ungenauer die Messung. Auch wenn man die Uhr so richtig ‘anknallt’, gibt es keine genauen Werte. Das Koppeln via Bluetooth ist aber mit allen Gurten problemlos möglich.

Suunto App

Die Auswertung der Trainings in der App ist einfach und intuitiv. Gleiches gilt für das Laden von Routen auf die Uhr. Die Synchronisierung funktioniert nun (entgegen der alten Movescount App) schnell und problemlos. Für Suunto Updates musste man bisher relativ umständlich (vor allem unterwegs) die Uhr an den Computer anschließen. Das funktioniert nun per App.
Die Sportmodi können wie oben erwähnt einfach angepasst werden, bis zu 7 Datenfelder sind pro Display möglich > zum Beispiel Distanz, Geschwindigkeit, Aufstieg, Aktuelle Höhe, Puls, Uhrzeit und Durchschnittstempo.
Ist man in Gegenden, die man noch nicht kennt, zeigen sogenannte Heatmaps (die manche sicher von Strava kennen) beliebte Routen in der Umgebung an, die man sich auf die Uhr laden und nachlaufen kann.

Konnektivität

Anrufe, WhatsApp und ähnliches können einfach auf der Uhr angezeigt werden – sofern man das will.

Fazit

Die Frage ist bei einer Uhr in der Preiskategorie immer, was man sucht. Möchte man eine Lifestyle Uhr? Legt man mehr Wert auf Software- oder Hardware? Wer zum Beispiel unbedingt eine Kartennavigation möchte, muss zu einem anderen Hersteller greifen. Ganz klar punkten kann die Suunto 9 Peak aber mit der Hardware – ein so schlankes Design in extrem hochwertiger Verarbeitung kombiniert mit den Funktionen bietet sonst noch kein Hersteller.

Shop

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