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Das war der Snowrun Planai

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[highlight]Die nächste Veranstaltung dieser Art findet am 7. Jänner in Hinterstoder statt – das Vertical Up Race auf der Hannes Trinkl Weltcupstrecke. Nachmeldungen vor Ort sind möglich![/highlight]

www.vertical-up.com

Snowrun Planai, 17.12.2017

Bericht von Klaus Gösweiner

Sportlicher Leiter Fachgruppe Skibergsteigen Steirischer Skiverband
Nach dem Schneekönig am Kitzsteinhorn wurde die Saison der Skibergsteiger und – Snowrunnera – (für alle, die den Berg ohne Tourenski bezwingen, muss wieder mal ein englisches Wort herhalten 🙂 am 17. Dezember 2016 mit dem Snowrun auf die Planai in der Steiermark erÖffnet. Auf dem steirischen WM Skiberg musste die Besinnlichkeit des vierten Adventwochenendes den Laktatjunkies ein letztes Mal vor Weihnachten weichen. Wie in den sozialen Netzwerken nur unschwer erkennbar, wächst die Anzahl dieser – Steil ist Geila – Spezies immer mehr an und waren bei der dritten Auflage des Snowruns über 100 Skibergsteiger und 130 Läufer (= – Snowrunnera – 😉 bereit, um die 1080 Hm auf die Schladminger Planai zu bezwingen. Es waren nicht nur viele, sondern auch die Besten gekommen: Klingende Namen aus dem Nationalteam der Skibergsteiger wie Christian Hoffmann, Jakob Herrmann, Armin Häfl und Johann Erhart ebenso wie bei den – Snowrunnerna – Bergaufass Ingemar Wibmer und Susanne Mair aus Osttirol.

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Aber nun die Details zum Rennen:

Skibergsteiger

Bei den Skibergsteigern konnte sich auf dem extrem steilen und rutschigen Zielhang der Planai der Favorit und Olympia Sieger im Langlauf Christian Hoffmann zwar nicht von Beginn an behaupten, aber doch deutlich im ersten Drittel des Rennens die führung von Jakob Herrmann übernehmen um diese bis ins Ziel nicht mehr herzugeben. Der Zielhang der Planai stellt aus physischer und technischer Sicht aufgrund seiner Steilheit und der Beschaffenheit des Kunstschnees für die Skibergsteiger gleich zu Beginn die größte Herausforderung dar. Christian Hoffmann wählte für diesen ersten Hang die klassische Variante mit Ski, Jakob Herrmann entschied sich die Skier mittels Skibefestigung am Rennrucksack zu schultern und konnte mit dieser Technik als erster den Zielhang überwinden. Armin Häfl entschied sich so wie Hoffmann für die klassische Variante, allerdings mit etwas steigfähigeren und damit in den flacheren Passagen langsameren Fellen. Eine weitere Variante ist die Verwendung von Harscheisen, deren Wechsel aber mindestens gleich viel Zeit in Anspruch nimmt, wie die Skier zu tragen. Das Endergebnis bei den Herren lautete dann Christian Hoffmann in 37min52sec vor Jakob Herrmann (38min24sec) und Armin Häfl (39min31sec). Die Siegerzeit 36min01sec aus 2015 von Anton Palzer konnte somit heuer nicht erreicht werden. Im Gespräch mit Christian Hoffmann konnte ich in Erfahrung bringen, dass er noch nicht in absoluter Topform ist und sich bei den nächsten Rennen in Vals (Südtirol) und Leogang doch noch stärker zeigen will. Bei den Damen zeigte einmal mehr die Schladmingerin Johanna Erhart, dass sie derzeit das Maß der Dinge ist und konnte sich in 49min37sec deutlich vor Ina Forchthammer und Heidi Bernsteiner durchsetzen. Auf Johanna warten im Jänner die ersten Weltcupeinsätze dieser Saison und man kann gespannt auf ihr Leistungsvermögen im internationalen Starterfeld blicken.

Läufer

Bei den Läufern setzte sich der Osttiroler Ingemar Wibmer in 38min18sec deutlich vor dem jungen Slowenen Bratina Rok und Florian Nothdurfter durch. Wibmer erreichte somit hinter Hoffmann als Gesamt Zweiter das Ziel und konnte den gewaltigen Streckenrekord aus 2015 von Dominik Salcher in 35min58sec somit nicht verbessern. Bei den Damen hatte wie zu erwarten die ebenfalls aus Osttirol stammende Susanne Mair mit einer super Zeit von 44min23sec alles im Griff, auf den Plätzen folgten Alexandra Hauser und das Ausdauerurgestein Marlies Penker.

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Der Skibergsteiger Nachwuchs

Die Schüler, Jugend und Juniorenklasse startete bei der Planai Mittelstation und hatte dabei noch immer satte 500Hm zu bezwingen. Leider kann bisher (fast) nur die Steiermark mit einem kleinen aber feinen Jugendkader aufwarten, aber nach der tollen Performance des 15jährigen Kärntners Paul Verbnjak (Vater Heinz ist vielen von euch als Mountainbike und auch Skibergsteiger Ass der früheren Vergangenheit bekannt) wird sich wohl hoffentlich auch in Kärnten weiterer Skibergsteiger Nachwuchs einstellen! Paul benötigte als Schnellster für die 500Hm bis zum Ziel bei der Schafalm lediglich 21min06sec! Aufzeigen konnte auch der um zwei Jahre jüngere Ramsauer Nils Oberauer (auch dieser Name ist durch Vater Peter Oberauer in Skibergsteigerkreisen bestens bekannt), der als bester Steirer in 21min50sec ebenfalls eine super Zeit lieferte. Auf den weiteren Rängen finden sich Julian Tritscher (Ramsau am Dachstein), der Tiroler Sebastian Mßer und Yannik Tritscher (Ramsau am Dachstein). Eine vielversprechende Leistung zeigte die 17jährige Schladmingerin Elena Waschl, die bei ihrem ersten Wettkampf zwar keine unmittelbare Konkurrenz hatte, aber mit 24min37sec ein deutliches Lebenszeichen von sich gab!

Detail Ergebnisse Nachwuchs Skibergsteiger
Junioren weiblich: 1. Waschl Elena WSV Schladming 24min37sec
Schüler männlich: 1. Oberauer Nils WSV Ramsau 21min50sec
2. Tritscher Julian WSV Ramsau 22min24sec
Jugend männlich: 1. Verbnjak Paul Martini Speed Team 21min06sec
2. Mßer Sebastian Cross the Alps Säll 22min25sec
3. Tritscher Yannik WSV Ramsau 22min26

Zusammenfassend kann man mit Snowrun auf die Planai von einem gelungenen steirischen Saisonauftakt sprechen und dem Veranstalter Toni Wippel für den reibungslosen Ablauf gratulieren!

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