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Stress

von Sigrid Huber

Auswirkungen auf Training und Wettkampf

Der Begriff „Stress“ ist in der heutigen Zeit allgegenwärtig. Wenn wir uns mit dem Thema näher beschäftigen, müssen wir wissen, dass Stress uns sowohl positiv als auch negativ beeinflussen kann.

POSITIVER STRESS

Im positiven Sinne wird unser Organismus in einer stressauslösenden Situation in einen Zustand von Alarmbereitschaft versetzt, um entsprechend reagieren zu können. In diesem „Kampf oder Flucht“-Zustand wird die Aufmerksamkeit auf die Gefahr gerichtet und unser Körper wird optimal darauf vorbereitet, uns das Leben zu retten.

NEGATIVER STRESS

Auf der anderen Seite wird unser Körpersystem durch ständige äußere Faktoren, wie beispielsweise zunehmende Geschwindigkeit, Informationsüberfluss, Druck und Unzufriedenheit am Arbeitsplatz, in Alarmbereitschaft versetzt. Unser Körper löst auch dann noch die Fluchtoder Kampf-Reaktion aus, wenn wir uns lediglich in Gedanken mit unseren Sorgen beschäftigen. Bleiben wir über längere Zeit in dieser Haltung, führt das langfristig zu Erschöpfung, Verspannungszuständen, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Schlafproblemen, einer geschwächten Immunabwehr und weiteren Krankheiten.

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WAS IST STRESS?

Wir sind oft der Meinung, Stress ist die Folge bestimmter Ereignisse in unserem Leben. Es sind aber weniger die Ereignisse selbst, sondern es ist unsere subjektive Wahrnehmung und Interpretation dieser Ereignisse. Zum Beispiel kann sich bei Stau auf der Autobahn der eine furchtbar ärgern und wütend werden, ein anderen sieht den Stau als willkommene Pause. Der Ärger wird an der Situation nichts ändern, er wird dem Wütenden allerdings Energie rauben. Laut wissenschaftlichen Untersuchungen, werden 70 Prozent unseres Energiehaushaltes von Emotionen beeinflusst. Wir verbrauchen also dadurch unsere wertvolle Energie. Ein Teil meiner Arbeit als Mentalcoach ist es, meinen Kunden bewusst zu machen, wie viel Zeit des Tages sie mit solchen negativen Emotionen verbringen und wie sie sie ändern können.

Im OBEREN DIAGRAMM sehen wir, dass bei Stresszuständen, Ärger, Wut oder Hassgefühlen der Rhythmus des Pulses ungleichmäßig und chaotisch ist. Unser autonomes Nervensystem, also Sympathikus (beschleunigt den Herzschlag und aktiviert das emotionale Gehirn) und Parasympathikus (wirkt als Bremse) arbeiten nicht harmonisch zusammen. So als wenn wir beim Autofahren Gaspedal und Bremse gleichzeitig betätigen würden. So kommt es auch hier zu höherem Verschleiß und mehr Energieaufwand.

Im UNTEREN DIAGRAMM erkennen wir, dass Gefühle wie Wertschätzung, Mitgefühl oder Dankbarkeit zu einer gleichmäßigen Pulsveränderung und somit zur Kohärenz führen. Hier verläuft der Wechsel zwischen Beschleunigung und Bremsen gleichmäßig.

HEARTMATH METHODE

Das HeartMath Institut in Boulder/Kalifornien hat in Zusammenarbeit mit Neurologen und Kardiologen verschiedenster Universitäten mit der Herzintelligenz Methode leicht zu erlernende Techniken entwickelt, um die sogenannte „Herzkohärenz“ zu erzeugen. Herzkohärenz bedeutet, dass unser Herz, unsere Atmung und unser Blutdruck im Einklang sind. Studien haben belegt, dass sich dieser Einklang positiv auf die Gehirnleistung und das Wohlbefinden auswirkt. Um in die Kohärenz zu kommen, hat HeartMath in jahrelanger Forschung einfache und effiziente Atem- und Fokussierungsübungen entwickelt, die wir leicht in den Tagesalltag einbauen können. Die Auswirkungen dieser Übungen, lassen sich unmittelbar mittels Biofeedback Messung feststellen. In der nachfolgenden Grafik möchte ich das kurz erklären. In einem kohärenten Zustand sind unser Herz, unsere Emotionen und unser Verstand in Balance und wir verfügen über eine größere emotionale und geistige Beweglichkeit. Außerdem sorgt eine höhere Kohärenz dafür, dass unser Immun-, Hormon- und Nervensystem optimal funktionieren. Und Kohärenz hat nicht nur Vorteile für uns selbst. Auch unsere Mitmenschen werden vom dem Muster in unserem Herzschlag positiv beeinflusst.

Ich lasse in meiner Arbeit als Mentalcoach diese einfachen aber effizienten HeartMath Techniken immer mehr in das mentale Coaching für Sportler einfließen. Damit kommen Athleten leichter in ihre „optimale Zone“, lernen mit Nervosität umzugehen und können negative Gedanken und Emotionen leichter ins Gegenteil umkehren. Sportler, die diese Techniken regelmäßig anwenden, sparen im Tagesalltag wertvolle Energie, die sie dann für ihr Training und den Wettkampf effizient nutzen können.

Willst du mehr von der HeartMath Methode kennen lernen, dann kontaktiere mich einfach.

In diesem Sinne, achte auf deine Emotionen!

Be Strong, Wolfgang

Wolfgang Seidl
Mentalcoach

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