Interview zum Silvrettarun 3000

Silvretta Run 2018. Foto: Bernard van Dierendonck

Die Veranstaltung ist nicht neu, welche Hürden gibt es trotzdem jedes Jahr? Wie ist es bei euch mit den Grundstücksbesitzern?

Ein wesentlicher Bestandteil für die Durchführung des Silvrettarun 3000 ist die Unterstützung durch die Bergrettung Galtür (Sanitäts- & Unfalldienst im Gebirge) sowie den Schiclub Silvretta Galtür (Unterstützung Verpflegungsstationen und Verpflegung bei der Pasta-Party). Ohne diese zwei Institutionen/Vereine wäre eine Durchführung nicht möglich. Da die Bergrettung und der Schiclub Galtür dem Silvrettarun 3000 sehr positiv gegenüber stehen ist dies Gott sei Dank keine Hürde für eine weitere Austragung.
Ebenfalls gibt es mit den Grundstückseigentümern, den Anrainer oder auch der Gemeinde überhaupt keine Probleme.

Wann gilt bei euch: Nach dem Trail ist vor dem Trail

Der Termin für das kommende Jahr steht eigentlich schon immer fest bevor die diesjährige Veranstaltung überhaupt begonnen hat.
Der Rest wird eigentlich direkt nach der diesjährigen Veranstaltung schon begonnen. Es werden die Feedbacks der Teilnehmer durchleuchtet – es wird diskutiert was man für das nächste Jahr besser bzw. anders machen kann. Ziel ist es, dass die Anmeldung so schnell wie möglich wieder frei geschaltet wird.

Wie viele Leute sind im Organisationsteam mit dabei? Auf wieviele freiwillige Helfer seid ihr angewiesen -> und ist das eher schwierig oder einfach, das Team aufzustellen?

Im Kern-Organisationsteam sind neben dem OK-Chef noch der Streckenchef, der Chef der Verpflegungsstationen sowie der Chef sämtlicher infrastrukturellen Einrichtungen (Start- und Zielbereich mit Veranstaltungshalle etc.).
Im erweiterten Orga-Team kommen noch hinzu: Teilnehmer-Management, Marketing, Presse, Finanzbereich. Alles in allem sind wir schon über 100 Personen die vor, während und nach dem Event mit dabei sind.

Wir leben nach dem Motto „never change a winning team“ – deswegen ist es (Gott sei Dank) auch nicht so schwer die Schlüsselpositionen mit den gleichen Personen zu besetzen. Jedoch ist solch ein Event sehr „man-power-intensiv“. Allein für die Verpflegungsstationen auf der Strecke werden über 25 Personen benötigt. Deshalb sind wir eben sehr froh und dankbar, dass uns die Bergrettung Galtür und der Schiclub Silvretta Galtür hier tatkräftig unterstützen. Und solange dies der Fall ist, werden wir personell auch keine Probleme haben.

Was ist euer heuriges Ziel für den Trail?

Das oberste Ziel ist, dass alle Teilnehmer und Helfer unfallfrei und gesund ins Ziel kommen. Darüber hinaus wäre es schon sensationell, wenn wir das 8. Jahr in Folge eine Steigerung der Teilnehmerzahl erreichen können.

Was war die schönste Rückmeldung für euch nach dem Lauf?

O-Ton eines Teilnehmers:Die Veranstaltung ist einfach genial. Ich zieh den Hut vor allen – von der Organisation bis hin zu „den Männern am Berg“, die bei diesen Temperaturen da oben stehen! Ich komme wieder. (Anmerkung: Am Joch auf 2.978 m hatte es 0 Grad Celsius und gefühlte -10 Grad)

Generell bekommen wir sehr positives Feedback: von der guten Organisation, über die Strecken, das Panorama bis hin zu dem Sanitäts- und Verpflegungsdienst.

Worauf können sich die Läufer besonders freuen?

Auf das atemberaubende Panorama der Silvretta.
Auch in diesem Jahr ist „Wings for Life“ unser Charity-Partner. € 5,- der Startgebühr gehen direkt an die Stiftung für Rückenmarksforschung! Somit tut man für sich selber und gleichzeitig für andere etwas Gutes.

Gibt es bei euch eigentlich auch einen Plan B, wenn das Wetter ’nicht passt‘ oder seid ihr hier unabhängig?

Sollte die Strecke „Hard“ nicht gelaufen werden können, wird auf die mittlere Route ausgewichen. Es wird dann noch 3 km vor Schluss eine Schleife eingebaut, damit man mehr Kilometer läuft als wie die mittlere Strecke. Im Gesamten beträgt diese Strecke dann 37,9 km.

Bild: Silvretta Run 2018. Foto: Bernard van Dierendonck