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Favoriten-Rennen um die Triple-Kronen beim ersten und einzigen DYNAFIT Trail Run3

von Karin Biermeier

Die Favoriten gaben sich keine Blöße: Bei der ersten und einzigen Auflage des DYNAFIT Trail Run3 in den Ferienregionen Imst, TirolWest und Pitztal setzten sich bei den Männern der Spanier Oriol Cardona Coll an der Seite des Ruhpoldingers Hannes Namberger (Team Dynafit Squad) ganz souverän in der Zeit von 9:08:47,9 Stunden durch. Nach dem Bergsprint am Freitag, der Long-Variante des Starkenberger HOMERUN am Samstag und dem finalen, 33 Kilometer langen Dynafit Trail Run am Sonntag lag das spanisch-deutsche Duo über acht Minuten vor den zweitplatzierten Österreichern Jakob Herrmann/Daniel Antonioli (Skimofriends, 9:17:00,2 Stunden) und knapp 50 Minuten vor den beiden Deutschen Marc Dürr/Christoph Wachter (9:58:14,5 Stunden). In der Kategorie Women siegten die Tschechinnen Marcela Vasinova/Rosanna Buchauer (Team Dynafit Squad, 12:03:08,0 Stunden). Schnellstes Duo in der Kategorie Mixed war Andre Purschke/Maria Koller (Deutschland, Team Dynafit Squad) in sehr guten 11:14:48,3 Stunden. Sportliches Fazit nach drei tollen Tagen in Imst: Der DYNAFIT Trail Run3 war mehr als nur eine kurzfristig auf die Beine gestellte Ersatzveranstaltung für den wegen Corona abgesagten DYNAFIT Transalpine Run. Trotz der behördlich angeordneten Corona-Maßnahmen fand der DYNAFIT Trail Run3 als ebenso hartes wie schönes Partnerrennen, bei dem an jedem Tag ein anderes Format gelaufen wurde, bei den 83 Teams volle Begeisterung. „Wir möchten, dass unser 54 km langer Starkenberger Panoramaweg ganz bekannt wird und die Schönheit dieses Weitwanderwegs in die Welt hinausgetragen wird“, zog Hannes Staggl, Obmann Imst Tourismus, ein absolut zufriedenstellendes Fazit nach dem Wochenende.

Zuschauer waren im Zielbereich in Imst von den Behörden nicht erlaubt worden, Interviews nur sehr eingeschränkt möglich, dafür gab’s einen interessanten und kurzweiligen Live-Stream mit den Moderatoren Sven Simon und Denis Wischniewski mit Gästen vor Ort, Interviews und einem Rückblick auf den legendären Transalpine Run. Übereinstimmender Kommentar nach dem Zieleinlauf: Diese drei Tage waren beste Werbung für das Trailrunning. „Das ist schon was Besonderes für mich als Dynafit-Läufer, dieses Rennen an der Seite von Oriol Cardona Coll zu gewinnen. Besonders der letzte Tag war Skyrunning auf höchstem Niveau, das Tempo bergauf war einfach irre“, kommentierte der 31-jährige Oberbayer Hannes Namberger den Finaltag. Der es wahrlich in sich hatte. 33 Kilometer lang, 2.270 Höhenmeter in Auf- und Abstieg, wobei gleich der erste Anstieg durch die Rosengartenschlucht hinauf nach Hochimst, dann auf den Imster Höhenweg auf den Gipfel des Laggers (2.382 m) für eine echte Auslese im hochkarätig besetzten Teilnehmerfeld sorgte. Weiter ging es über den technisch anspruchsvollen, aber panoramareichen Larsengrat zum Ödkarlekopf (2.565m) und zum Pleiskopf (2.560m), ehe ein sehr herausfordernder Downhill das Finale nach Imst einleitete. „Wir hatten oben drei Minuten Rückstand, sind dann im Downhill ins Risiko gegangen und hatten im Ziel nur noch wenige Sekunden Rückstand auf die wirklich starken Österreicher Jakob Herrmann und Daniel Antonioli“, beschrieb Hannes Namberger, aktuell stärkster Trailrunner Deutschlands, den Rennverlauf am Schlusstag. Und vielleicht hätte es sogar noch zum Tagessieg gereicht, wäre Namberger im Downhill nicht gestürzt.

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Bereits am ersten Tag hatte sich abgezeichnet, dass es einen Zweikampf um den Gesamtsieg geben würde. Beim sieben Kilometer langen Bergsprint von Jerzens auf den Hochzeiger mit immerhin 1.205 Hm hatten sich die Österreicher Herrmann/Antonioli mit 1:32:00,3 Stunden vor Cardona Coll/Namberger in 1:33:44,2 Stunden und Marc Dürr/Christoph Wachter (Allgäu Outlet Race Team, 1:34:24,8 Stunden) durchgesetzt. Tag 2 war die Long-Variante des Starkenberger HOMERUN.

Der Spanier Oriol Cardona Coll und sein Ruhpoldinger Partner Hannes Namberger nutzten die Chance zur Revanche und gewannen die Etappe in 4:12:33,4 Stunden. Die Grundlage zum Gesamtsieg war gelegt, denn Herrmann/Antonioli erreichten erst mehr als zehn Minuten später das Ziel in Imst. Dritte wurden die Allgäuer Dürr Wachter in 4:24:07,4 Stunden. „Ich habe das letzte Hemd gegeben, der Akku war nach den anstrengenden letzten Wochen mit dem Sieg und Streckenrekord in Mayrhofen einfach leer. Nur gut, dass Oriol in einer wirklich starken Verfassung war“, lobte Hannes Namberger ausdrücklich seinen Partner, den 26 Jahre alten spanischen Weltklasse-Läufer Cardona Coll.

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In der Kategorie Men gab es noch weitere positive Überraschungen. Hinter dem bestplatzierten italienischem Team Ivan Paulmichl/Philipp Bachl (10:13:51,4 Stunden) als Vierte kamen mit Benjamin Bublak/Felix Weber (Adidas Terrex, 10:22:48,5 Stunden) zwei Athleten als Fünfte ins Ziel, die sich erst ganz kurzfristig zusammengefunden hatten. „Der Felix war superstark. Ich muss mich noch einmal bedanken, dass er kurzfristig eingesprungen ist und für das Event extra aus Dänemark angereist ist“, zollte Bublak seinem Partner höchsten Respekt. Einen starken Eindruck hinterließ auch Profi-Triathlet Sebastian Neef. Der Deutsche Meister wurde an der Seite von Julian Sterner starker Sechster (10:35:21,4 Stunden) bei seiner Trailrun-Premiere.

Und dann waren da noch Matthias Dippacher und Konrad Lex, die beiden Routiniers. Mit einer enormen Anstrengung am Finaltag erkämpften sie sich Rang sieben (10:40:17,4 Stunden) in der Gesamtwertung. Besonders Dippacher, der seit 2005 aktiv Trailrunning betreibt, ließ seiner Freude darüber freien Lauf: „Der Bergsprint war eine echte Qual für mich. Und auch am Finaltag lief es bis zur V2 nicht besonders gut bei mir. Da muss ich mich bei Konrad bedanken. Er war sensationell stark.“

Für die beiden Lokalmatadoren Rene Mair und Lukas Kocher (TrailMotion Tirol) reichte es ebenfalls noch zu einer Top-Ten-Platzierung. Als Zehnte in 11:20:19,6 Stunden verwiesen sie ein italienisches Team auf Rang 11, das für die Einzigartigkeit des Trailrun steht: Silvano Fedel, Sieger des Transalpine Run im Jahr 2005, 2006 und 2008, hatte seinen 27 Jahre alten Sohn Tomaso mit nach Imst gebracht.

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Bei den Frauen war die Angelegenheit vom ersten Tag an quasi entschieden. Die beiden Tschechinnen Mercela Vasinova und Rosanna Buchauer (Dynafit Squad, 12:03:08,0 Stunden) feierten drei Etappensiege und hatten am Ende in Imst mehr als eine Stunde Vorsprung auf Stefanie Koller/Lisa Hamberger (Team Gamsbock, 13:29:03,3 Stunden) und Alisha Roetzer/Lea Naegele (Deutschland, 14:24:01,0 Stunden).

Ein ähnliches Bild ergab sich in der Kategorie Mixed. An Andre Purschke/Maria Koller (Dynafit Squad) führte kein Weg vorbei. Eine glänzende Gesamtzeit von 11:14:48,3 Stunden und drei Etappensiege verdeutlichten die Überlegenheit. Platz zwei ging an Slawek Gawlik/Edyta Lewandowska (Team Dynafit Polen, 12:09:12,0 Stunden), Rang drei an Benjamin Klöppel/Lisa Risch (WeRun4Fun, 12:20:59,8 Stunden).

Die Ergebnisse sind HIER nachzulesen!
www.dynafit.com

Text: Pressemeldung
Copyright Fotos: Andi Frank

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