Sport statt Stress: Wie Bewegung hilft

von Sigrid Huber

Ein Viertel aller Arbeitnehmer in Österreich fühlt sich durch seinen Beruf gestresst. Das Problem zieht sich durch alle Berufe und Altersstrukturen. Selbst junge Menschen und Berufsanfänger haben in einer Studie angegeben, sich durch beruflichen Druck gestresst zu fühlen.Die Folgen von dauerhaftem Stress sind vielseitig und reichen von körperlichen bis hin zu seelischen Beschwerden. Gestressten Menschen wird empfohlen, Sport zu treiben. Bewegt sich ein Mensch regelmäßig, kann er Stress abbauen. Bei der sportlichen Betätigung muss es sich nicht zwingend um Extremsportarten zum Stressabbau handeln. Sport und Bewegungen sind leicht in den Alltag zu integrieren.

Die Ursachen erforschen

Erschöpfung, das plötzliche Gefühl der Überforderung und Hilflosigkeit sind die ersten Folgen von dauerhaftem Stress. Steht der Körper dauerhaft unter Druck, sendet er mit diesen Signalen einen Hilferuf. Betroffene Personen sollten den Hilferuf ernst nehmen. Ändern sie ihren Alltag nicht, dort das Burnout.Ursächlich für Stress ist in den meisten Fällen Druck auf der Arbeit. Auslöser können Probleme in der Familie oder im Freundeskreis sind. Stress wird von jeder Person unterschiedlich wahrgenommen. Manche empfinden gelegentlichen Stress als euphorisierend und antreibend. Ist der Druck dauerhaft vorhanden, wird er jedoch als eine Bedrohung wahrgenommen.

Das Gehirn austricksen

Betroffene Personen wird primär geraten, die Auslöser für Stress zu erkennen und zu beheben. Nicht immer ist das möglich. In diesen Fällen ist eine Kompensation erforderlich. Ideal für dauerhaft oder wiederholt gestresste Menschen ist körperliche Betätigung in Form von Sport.Treibt ein Mensch Sport, wird der Motorcortex im Gehirn stimuliert. Es ist einer der Bereiche im menschlichen Gehirn, die für die Koordination der Extremitäten verantwortlich ist – der sogenannten Willkürmotorik. Für die Steuerung benötigt das Gehirn die gesamte Leistung. Alle Ressourcen werden für den Motorcortex aufgebracht. Da bleibt nicht genug Energie für präfrontalen Cortex. Jenem Areal im Gehirn, das für die Produktion von Stresshormonen verantwortlich ist. Je länger und intensiver Sport getrieben wird, desto weniger Stress können Menschen empfinden.

Nicht nur die Extreme

Extremsportarten sind eine beliebte Möglichkeit, Stress abzubauen. Sie helfen auch, die eigenen Grenzen zu erkennen und sich besser auf stressauslösende Situationen einzustellen. Leider ist es nicht immer möglich, mit der Austrian Airlines nach Portugal zum Klippenspringen zu fliegen oder zum Apnoetauchen in die Türkei.Oftmals helfen die Sportarten zum Stressabbau, die jeder Betroffene direkt vor seiner Haustür erledigen kann. Laufen ist eine perfekte Option zum Abbau von Druck. Bei der Ausführung kommt es nicht auf eine Spitzenleistung an. Niemand muss sich beim Laufen gegen Stress mit den Leistungen der Profisportler aus dem inzwischen geschlossenen Oregon Project von Nike messen.

Allein oder im Team

Jeder Mensch muss seine eigene Sportart finden, die beim Stressabbau hilft. Das sind möglicherweise Einzelsportarten wie Laufen oder Radfahren. Klettern ist beliebt und in vielen Regionen Österreichs möglich.Ein Teamsport wie Trailrunnig ist ebenfalls mit den Vorsätzen für den Sport vereinbar. Teamsportarten bieten sich primär für Menschen an, die im Alltag oft allein agieren. Das fehlende soziale Umfeld auf der Arbeit lässt sich durch einen Teamsport kompensieren. Ferner ist auch Yoga ein effektives Mittel, dem Stress den Kampf anzusagen.

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