Leute! Verletzungsfreies und effektives Laufen lässt sich nicht auf den „richtigen Laufschuh“ reduzieren! Ein Laufband mit Kamera wähnt uns in Sicherheit. Aber Laufbandanalyse und biomechanische Bewegungsanalyse unterscheiden sich deutlich! Die Laufbewegung endet nicht im Sprunggelenk. Das Knie, das gesamte Bein und die Hüfte in der Bewegung zu erfassen ist von großer Bedeutung.

Lifestyle und seine Auswirkungen

Gebaut bist du für 20-50 km gehen und laufen pro Tag. Doch die Realität sieht meist anders aus. Schreibtischtäter, Couchpotatoes kommen gerade mal auf 3000 Schritte pro Tag! Durch diesen Bewegungsmangel schwächen bzw. verkürzen sich große Muskelketten. Die wichtige und gelenksstabilisierende Körperspannung fehlt – Überlastung von Sprung-Knie-Hüftgelenk und der Wirbelsäule sind die Folge.

Wer unter diesen Voraussetzungen seine Läuferkarriere beginnt, handelt grob fahrlässig. Sportverletzungen sind vorprogrammiert, der Teufelskreis beginnt. Runners knee, Shin Splints, Achillessehnenentzündungen, Rückenbeschwerden etc. trüben bald die erste Begeisterung.

Bewegung in der Bewegung analysieren

Beim Erkennen von Ursachen stößt die konventionelle Untersuchung in der Statik (z.B. Röntgen, klinische Untersuchung, etc.) oft an ihre Grenzen. Ganz besonders dort, wenn Schmerzen erst unter Belastung auftreten. Das bloße Auge kann aber nur sehr begrenzt wichtige Details erfassen, dauert z.B. eine Abrollbewegung doch nur 0,2 Sekunden.

Egal, ob Profi oder Hobbyathlet –das Gesamtbild zählt

Die mit Hilfe einer Video- und Software gestützten Analyse gewonnenen biomechanischen Daten liefern einen entscheidenden Beitrag für die Prävention, die Sportrehabilitation und ermöglichen das Aufdecken unökonomischer Bewegungsabläufe (= Leistungsteigerung).

Ein klinisches Anamnesegespräch (Aufnahme der potenziell relevanten Informationen) steht zu Beginn jeder professionellen Analyse. Es bietet eine wesentliche Grundlage beim Stellen der Diagnose.

We are watching you

Informationen über die Füße und Beinachsen holt der Analytiker aus einem Footscan oder einer Fußdruckmessung, idealer Weise statisch und dynamisch (im Stehen und im Gehen). Der Zustand von Quer- und Längsgewölbe, Belastungsspitzen im Vorfuß und der Ferse, Abrollbewegung, Supination und Pronation werden erhoben.

Diverse Muskelfunktionstest geben weitere notwendige Aufschlüsse.

24 Markerpunkte am ganzen Körper (kurze enge Hose und Sport-Bra bei den Mädels), Scheinwerferlicht, synchronisierte HD-Kameras von mehreren Seiten, millimetergenau kalibriert, Superzeitlupe. Hier werden deine Bewegungsmuster aus verschiedenen Perspektiven bis ins kleinste Detail analysiert.

  • Hochwertige Hard- und Software und 1,5 bis 2 Stunden Zeit ermöglichen dem zertifizierten Analytiker präzise Aussagen zu treffen:
  • Woher Schmerzen kommen – und bestenfalls wie du sie wieder los wirst
  • Wie deine Leistung verbessert werden kann
  • Welchen Einfluss deine Rumpfmuskulatur auf deine Lauftechnik hat
  • Wo sich muskuläre Dysbalancen verstecken, was dagegen zu tun ist
  • Welche Laufschuhe zu dir und deinen Zielen passen
  • Workouts zum Optimieren deiner Laufbewegung
  • einen Abschlussbericht und Leitfaden mit Empfehlungen für weitere Behandlungen oder Gespräche mit deinem Arzt, Trainer, Physio

Lauftechnik

Ebenso entscheidend ist eine gute Lauftechnik. Dein Krafteinsatz soll nicht im Boden verschwinden, sondern für den Vortrieb genutzt werden. Dabei spielen der richtige Fußaufsatz, Rumpfstabilität, Koordination, Spurbreite, Schrittfrequenz und -länge, Armbewegung, Hüft- und Kniebeugewinkel eine große Rolle.

Beleuchten wir als Beispiel das Thema Fußaufsatz – wer bremst verliert

Auf das Thema Fußaufsatz muss ein großes Augenmerk gelegt werden, da nur bei einer korrekten Lauftechnik die körpereigene Stoßdämpfung funktioniert. Dazu sind speziell die Videoaufnahmen von der Seite besonders gut geeignet.


Der optimale Bodenkontakt entscheidet über Gesundheit, Erfolg und Spaß! Immerhin bringst du in der Landephase ca. das 3 ½-fache, in der Abdruckphase das 5-fache! Körpergewicht auf deinen Bewegungsapparat. Da stemmst du bei einem Marathon schon einmal das Gewicht des Eiffelturms!
Der Fußaufsatz wird durch die Schrittlänge und die Spurbreite stark beeinflusst. Moment: dafür ist aber eine stabile Beckenmuskulatur unumgänglich. Also müssen wir weiter nach oben sehen und dürfen nicht bei der Betrachtung der Füße von hinten aufhören.Das Gesamtbild zählt!

Lieber in eine professionelle Bewegungsanalyse investieren, als hinterher monatelang eine Verletzung auskurieren, die man im Vorfeld hätte erkennen können.

Hannes Hudelist OTM, zertifizierter Bewegungsanalytiker, lizensierter Trailguide, begeisterter Trailrunner