Linz Halbmarathon – war leider nix

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Gruppenfoto mit den TriPower Vereinskollegen vor dem Start

Gruppenfoto mit den TriPower Vereinskollegen vor dem Start

Der erste Wettkampf im Jahr 2014 ist schon wieder Geschichte. Leider ist es nicht so gelaufen wie ich mir das gewünscht hätte.

Von Freitag auf Samstag habe ich mich im Bett so bläd verlegt bzw das Kreuz verrissen, dass am Samstag Vormittag jeder Schritt schmerzte. Vielleicht habe ich auch am Freitag Jakob schon falsch gehoben, der kleine Karl hat ja doch schon 17 Kilo und man passt nicht wirklich auf ob man aus dem Kreuz heraus hebt oder aus den Beinen (sollte mir eine Lehre sein!). Bis zum Nachmittag hatte ich das aber mit Blackroll usw. eigentlich ganz gut hinbekommen und dachte das würde beim Laufen kein Problem werden. Falsch gedacht…

Die restliche Vorbereitung passte, ich hatte die Tage davor extra zurückgeschaltet, bzgl Ernährung extrem aufgepasst (den anderen am Vorabend beim Pizza essen zusehen ist nicht prickelnd, aber wenn man dafür keine Probleme hat nimmt man vieles in Kauf); kurz gesagt: Ich hatte eigentlich alles richtig gemacht.

Am Sonntag um 06:15 Uhr: Tagwache, ein kleines Frühstück, alles in Ruhe vorbereiten, gut fokussieren, die Beine fühlen sich beim Einlaufen sehr gut an und ich bin positiv gestimmt.
Um 09:30 Uhr fällt endlich der Startschuss und ich kann mich die ersten Kilometer ohne Probleme bei Tripower-Vereinskollegin Monika Winkler anhängen, die den Halbmarathon unter 1:30 läuft. Das Tempo zwischen 4:05 und 4:15 fällt mir überraschend leicht, das Kreuz macht sich aber von Anfang an bemerkbar. Anfangs ist es nicht so schlimm, ein leichtes Ziehen im Rücken, das in den Bauch ausstrahlt. Nach etwa 4-5 km ist es aber kein Ziehen mehr, sondern ein heftiges Stechen. Jeder Schritt ein Messerstich, einmal links, einmal rechts, schön abwechselnd. Ich muss das Tempo drosseln; “erst einmal 4:35, 4:45, ist ja nicht so tragisch, das wird schon wieder.”
Nach 30 Minuten habe ich die 7km-Marke erreicht und bin noch halbwegs auf Kurs, aber jetzt wird mir durch die Schmerzen schlecht auch noch.
“Wenn du dich schon übergeben musst, dann aber nicht auf der Nibelungenbrücke bei den vielen Leuten”
Ich reduziere das Tempo nochmals auf 5 min./km, es geht einfach nicht anders. Am liebsten würde ich jetzt wirklich aufhären, aber davor habe ich Angst. “Once a quitter, alwßs a quitter”. Das geht einfach nicht, irgendwie werde ich ja doch die 21 km bis ins Ziel schaffen. Bei Kilometer 9 weiß ich, das Rennen ist für mich eigentlich vorbei; ich versuche ein erträgliches Tempo zu finden, das pendelt immer zwischen 4:45 und 5:15. Jeder Versuch schneller zu werden rächt sich. Es hilft nichts, ich zähle die Kilometer, da kann man mental stark sein wie man will, aber das macht definitiv keinen Spaß.
Nach 1:42:31 laufe ich über die Ziellinie und bin froh, dass es vorbei ist. Was für ein Kreuz mit dem Kreuz… in der Labestation erst einmal hinsetzen, ein Schluck Cola, ein bisschen was essen, ab unter die Dusche und heimfahren.

Es gibt eben miese Tage. Das einzige, das mich positiv stimmt ist die Tatsache, dass ich eigentlich gut in Form bin und auch an einem miserablen Tag noch 1:42 laufe.
Enttäuscht bin ich auf jeden Fall, so ein Saison-Einstand ist nicht gerade schön.
Der nächste Lauf kann nur besser werden und auch wenn meine Vorbereitung voll auf Ultras ausgerichtet ist, bin ich mir sicher, dass ich die 1:30 im Halbmarathon heuer noch knacken kann.

Heute werde ich erstmal ins Lebensquell nach Bad Zell fahren und in Wasser + Sauna versuchen, mich wieder gut einzurichten. April und Mai sind meine beiden wichtigsten Trainingsmonate im Hinblick auf den Zugspitz Trail und die 4Trails.