Definition Trailrunning – was ist das?

„The woods are lovely, dark, and deep,
But I have promises to keep,
And miles to go before I sleep,
And miles to go before I sleep.“

(Robert Frost)

Trail+Running = Trailrunning. Aber wieviel Trail, wieviele Höhenmeter, Kilometer müssen es sein damit man sich als Trailrunner bezeichnen darf? Oder ist das alles nur Schwachsinn?

Um das herauszufinden, führt uns Google zu allererst auf Wikipedia.
Dort wird Trailrunning in 3 Kategorien aufgeteilt:
– Cross-Running (urban trailrunning) = Mischung aus Asphalt, Parks, etc.
– Cross-Trail (on trail) = abseits asphaltierter Straßen, aber auf Wegen und Pfaden
– Trail-Adventure (off trail) = alpines, schwieriges Gelände

für Wettkämpfe ist es sicher sinnvoll, das so zu aufzuteilen, so findet man auf trail-running-association.org noch folgende Definition: „Trail running is a pedestrian race open to all, in nature environment (mountain, desert, forest, plain – ) with minimal possible paved or asphalt road (which should not exceed 20% of the total course.)[…]“

Aber ist diese Kategorisierung auch für das Training notwendig?
Das Sprichwort „Der Weg ist das Ziel“ trifft den Nagel auf den Kopf. Es ist nicht wichtig, welche Distanz zurückgelegt wurde oder wie viele Prozent Asphalt dabei waren, wichtig ist der Spaß an der Sache. Es geht nicht darum im Anschluss erzählen zu können: „Heute bin ich 15 km gelaufen“, sondern bereits währenddes Laufs zufrieden zu sein, sich lebendig fühlen!
An einem guten Tag kämpft man sich wie Bear Grylls durch steiles Gelände, an einem schlechten Tag nimmt man den nächsten lockeren Waldweg.

Trailrunning bedeutet aber nicht nur cool sein, sondern auch rücksichtsvoll. Nicht nur als Wanderer, sondern auch als Läufer hat man in alpinem Gelände am Weg zu bleiben, auf Wald- und Forstwegen Fütterungszeiten zu berücksichtigen und v.a. darauf Acht zu geben, die Vegetation nicht zu zerstären.
Wer sich in unwegsames Gelände begibt sollte zumindest irgendjemandem Bescheid sagen, wo man in etwa unterwegs ist. Der Teufel schläft bekanntlich nicht und selbst der geschickteste Läufer kann sich verletzen. Wer ohnehin schon einen Rucksack dabei hat, der hat auch noch Platz für 1. Hilfe Material und Handy.

Und nicht vergessen: hin und wieder stehen bleiben, nicht nur an der Natur vorbeirauschen, sondern auch innehalten, manchmal die Augen schließen und bewusst genießen.

Egal, wie man Trailrunning nun definieren will, wir vom Trailrunning Team meinen:
Wenn man – egal ob nach 30 Minuten oder 5 Stunden – nach Hause kommt, dreckig, mit nassen Schuhen; wenn der Müsliriegel am Berg geschmeckt hat wie ein 5-Gänge-Menü, wenn jeder Kratzer eine eigene Geschichte erzählt und man v.a. glücklich und zufrieden mit sich und der Natur ist, DANN ist man Trailrunner.

… because Trails rock!