Buchvorstellung: Kilian Jornet – Lauf oder stirb

… ein inspirierendes Buch für alle, die den Laufsport leben und lieben.

Vor Kurzem war ich eigentlich auf der Suche nach einem Krimi. Beim Schlendern durch die Sportabteilung ist mir plötzlich Kilian Jornets Buch: Lauf oder Stirb – Das Leben eines bedingungslosen Läufers aufgefallen.
Vorbei war es mit den Krimi-Absichten und ein paar Stunden später war ich bereits vertieft in die Erzählungen aus Kilian Jornets Kindheit.

Wer Kilian Jornet nicht kennt bzw wem er kein Begriff ist: Er ist ein absoluter Ausnahmeathlet, Skibergstseiger, Weltmeister, hat in der Trailrunning Szene so gut wie alles gewonnen, UTMB, Grand Raid Reunion, usw.
Seine VO2max liegt bei 92… und wer mehr wissen möchte klickt sich jetzt einfach durch seine Website: http://www.kilianjornet.cat

Ich war jedenfalls gespannt wie so ein Athlet lebt, trainiert, was ihm durch den Kopf geht. Kilian berichtet eingehend von seiner Pyrenäen-Durchquerung, dem Rekordversuch am Kilimanjaro, dem Western States 100 und anderen Projekten.
Einerseits ist es unglaublich interessant und mitreißend wie er die Natur sieht, wie er in 1. Linie versucht mit der Außenwelt eins zu werden; andererseits driftet er teils sehr stark ins Philosophische ab. Das ist ansich auch spannend, phasenweise aber auch langatmig; als Leser würde man gerne etwas mehr von seinem Leben und Training erfahren.

Die knapp über 200 Seiten sind bei einem Preis von – 18,99 (Taschenbuch) relativ teuer.

Wer sich ein spannendes Buch mit Einblicken in sein Leben, Einblick ins Private, Training, Zukunftspläne etc. erwartet wird enttäuscht sein. Wer hingegen wissen will wie Kilian Jornet denkt, warum er läuft, was ihn bewegt und inspiriert, der ist hier genau richtig.

5 KOMMENTARE

  1. Also ich hab das Buch vorbestellt und sofort glesn nachdems im Briefkastn ankommen is. Zugegeben, ich bin ein kleiner „kilian fanat“ aber er is und bleibt die absolute ausnahme. wobei an dieser stelle auch der film „A fine line“ erwähnt werden sollte, der sich um die projekte kilians dreht. und bilder sagen doch immer mehr als worte. der film is ein abolutes muss und jeder, den i den film zeigt hab, war absolut angetan. https://www.youtube.com/watch?feature=player_embedded&v=zh_dvyJXJwc
    ein kleiner ausschnitt vom film. ich versprech jedem der si den film anschaut, dass er diese ausschnitte nimma vergessn wird. hab ma sogar extra die film musik runter geladen (die hams nämlich extra dazu komponiert) und die motiviert mi beim laufen echt wie nix anderes.
    Aber um auf das Buch zurück zu kommen, es geht ihm eben viel um Werte. Und i hab des Buch ka Sekunde langatmig gefunden, weil jeder von uns seine eigene Ansicht übers Laufen im Lauf e der Zeit aufbaut. Aber zu lesen was einer denkt, der den UTMB beim ersten antritt an anhieb ohne großen Probleme gwinnt, einfach weil ma bei jeder Zeile spüren kann wie sehr er die Berge und alles rund herum liebt, is einfach was anderes als wenn ma immer wieder bei den Ultras an seine eigenen vier Wände im Hirnkastl denkt. Ich glaub schon, dass ich durch das Lesen was andere übers Laufen denken, um einiges freier geworden bin im Kopf beim Laufen. Grade bei so langen distanzen is es wichtig, im Kopf ned plötzlich engstirnig zu werden nur weil was grad ned so hinhaut wie mas gern denkt. Weil irgendwann wirds wieder besser. und ich denk scho dass man sich dadurch selbst verbessern kann. hab vorm Kilian seinen Buch nämlich Scott Jureks buch gelesen. Auch das war sehr interessant und motivierend.
    Also schon allein von der Bereicherung her müsste man solche Bücher lesen.

    • Danke für deinen Kommentar zum Buch! Es ist gut und für Kilian-Fans sicher ein Muss; wer ihn aber noch nicht so gut bzw. seine Projekte kennt wird vielleicht ein wenig enttäuscht sein. Meiner subjektiven Meinung nach ist auch der Titel des Buchs falsch gewählt ‚Lauf oder Stirb‘ klingt im ersten Moment aggressiv, Kilian ist eher ein Poet; das passt nicht wirklich zusammen.
      Das Buch ist und bleibt aber sicher eine Glaubensfrage 😉
      Bzgl ‚A Fine Line‘ – der Film ist unglaublich gut, ja, sollten wir hier in Kürze definitiv vorstellen!

  2. Scheinbar is des vorher ned durchgangen vom Handy aus.
    I kann gar ned wirklich sagen wies is, wenn ma den Kilian ned kennt. I kenn ihn jetz scho…1,2 oder gar 3 Jahre, weiß nimma so genau. Seitdem i mi mit dem Thema eben mehr beschäftig. Aber für mi is er die Person, die Trail Running personifiziert. Weil er zeigt, dass Trail Running nicht nur running is. Manchmal ghört halt a bissl klettern, berg steigen, irgendwie dazu. Einfach weil Trail Running so frei is und ma seine Wege bzw Vorhaben ned einschränken sollt.
    Aber wenn man ihn nicht kennt, hast vermutlich recht.
    Der Titel is wirklich ned so passend, dafür passt der vom Film wieder voll.
    Wär super wenns den Film a vorstellten würdets!

  3. Hab das Buch (das ich auch sehr teur fand) auch gelesen, und war doch ein wenig entäuscht.
    Ich finde es etwas „zusammengewürfelt“ geschrieben.
    Trotz allem ganz grossen Respekt vor seinen Trainings-Leistungen. Wenn man liest, dass er, um sich auf einen Ultra vorzubereiten, einfach ein paar Tage Laufpause macht.
    Hallo????
    Den Film werde ich mir ganz sicher zulegen. Gibts den nur mit Untertitel, oder ist der auf deutsch synchronisiert?