Berglauf Langdistanz WM

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Premana ist ein kleiner Ort, der an den Steilhängen oberhalb des Comer Sees nördlich von Mailand liegt. Eigentlich ist dort nie was los, außer wenn der Giir di Mont stattfindet. Mittlerweile ein Klassiker in der Szene.
Auf 32k bei 2900 Höhenmetern in Auf- und Abstieg wird den Sportlern alles abverlangt. Dieses Jahr fand im Rahmen dieses Rennens die Berglauf Langdistanz Weltmeisterschaft statt. An dieser nahmen auch drei Österreicher teil.
Das waren Katharina Zipser, Daniel Jochum und Lukas Gärtner (der Verfasser), top motiviert und betreut wurden wir von Helmut Schmuck. International gesehen waren viele Topstars am Start, die Favoriten waren neben Läufern aus Italien, den USA und Frankreich vor allem der im Sommer im Stubaital lebende Eritreer Pedro Mamu. Die italienschen Fans haben eine ganz besondere Stimmung erzeugt, überall auf der Strecke sind sie gestanden und haben alle Läufer und Läuferinnen lautstark angefeuert.
Das hat die Teilnahme zu einem einzigartigen Erlebnis gemacht.

An den Tagen vor dem Rennen war ein Wetterumschwung genau für den Sonntag Vormittag wann das Rennen stattfand vorhergesagt,
doch zwei Stunden vor dem Rennen um 6.00 morgens war es noch sehr warm und klarer Himmel. Allerdings hat sich das gleich zu Beginn des Rennens geändert, bereits nach 10 Minuten hat es zu donnern begonnen und das Gewitter ist losgegangen.
Dadurch wurde die Temperatur zwar angenehmer, allerdings die steilen Downhills doppelt anspruchsvoll. Im Ziel hatten dann fast alle das ein oder andere Andenken an das Rennen in Form eines blutigen Knies oder ähnlichem.
Für uns Österreicher ist das Rennen sehr erfreulich verlaufen, Katharina hat sich den 12. Platz geholt, ich wurde 28. und Daniel 55. Den Sieg holte sich der Streckenrekordhalter Pedro Mamu in 3h 12min, vor dem Italiener Francesco Puppi und dem Schweizer Pascal Egli. Der Streckenrekord war nicht in Gefahr, einerseits wegen den rutschigen Bedingungen aber auch weil Pedro den Sieg nicht riskieren wollte.
Bei den Damen siegte zur Freude der Tifosi die Italienerin Silvia Rampazzo in 3h 56min vor Kasie Enman aus den USA und Denisa Dragomir aus Rumänien. Auch in den Teamwertungen gab es Heimsiege für Italien, Silber ging jeweils an die USA, Bronze bei den Damen an Rumänien und bei den Herren an Tschechien.

Nicht nur als WM auch der übliche Giir di Mont ist definitiv eine Reise Wert und sollte in jeder Bucket List Platz finden.

Bericht: Lukas Gärtner